Heute bei mir im Interview, Alexander Boos. Schon während seines Studiums ist er mit dem Internet-Marketing in Berührung gekommen. Dies hat so gut funktioniert, dass er es geschaft hat, hauptberuflich davon leben zu können. Über seine Erfahrungen, Motivation und Einstellung möchte ich heute mit ihm sprechen.
Hallo Alexander, vielen Dank, dass Du Dir für dieses Interview Zeit nimmst. Du bist ja schon einige Jahre im Internet-Marketing tätig und daher vielen Lesern bekannt. Für alle anderen stelle Dich doch bitte kurz vor.
Ja, jetzt wo du es hier explizit ansprichst, wird auch mir wieder deutlich, dass es immerhin schon über 4 Jahre sind, die ich aktiv im Internetmarketing tätig bin.
Viele weitergebende Internetmarketer berichten ja immer gerne davon, wie schlecht es ihnen ging und dass sie verzweifelt auf der Suche nach einer Möglichkeit waren, im Internet Geld zu verdienen, bevor Sie aktiv wurden.
Dieses „Klischee“ kann ich aus meiner Sicht nicht bestätigen, denn es ging mir wirklich nicht schlecht. Auch suchte ich ursprünglich nicht gezielt danach, gerade im Internet Geld zu verdienen, sondern vielmehr ganz allgemein Möglichkeiten, Geld nebenher zu verdienen.
Denn als das geschah, war ich mitten am Studieren und wollte keine klassischen Studentenjobs machen. Hintergrund der ganzen Sache war damals, dass ich vorm Studienbeginn eine Ausbildung machte, in der ich folglich Geld verdiente – und genau das fehlte dann mir einfach.
Ich stieß dann während meiner Suche auf verschiedene Möglichkeiten, nebenher Geld zu verdienen und natürlich flog ich zu Beginn auch gründlich auf die Schnauze, weil ich einfach auf ein dubioses Schneeballsystem reingefallen war.
Das klingt auch wie eine Floskel, aber wie die Ironie des Schicksals so will, war es bei mir genau so: Ich gab einfach nicht auf, denn nicht alles, was ich bis dato gelesen hatte, war auch schlecht und so fokussierte ich meine Suche mehr und mehr, bis ich dann ins seriöse Internetmarketing hinein rutschte, welches ich bis heute weiter professionalisierte und natürlich hautberuflich mache. Leben konnte ich schon sehr früh davon.
Es gibt bereits einige sehr ausführliche Interviews, die Du auf anderen Blogs gegeben hast (die Links zu den Interviews habe ich am Ende des Beitrags hinzugefügt). Darum möchte ich hier nicht wieder die gleichen Fragen stellen.
Du bist ja schon mehrere Jahre im Internet-Marketing tätig, Deinen WordPress-Blog Geldverdienen Internetmarketing hast Du jedoch erst vor einem Jahr gestartet. Auch viele erfolgreiche Internet-Marketer haben noch immer keinen Blog oder veröffentlichen nur sporadisch Beiträge. Sollte man also all seine Kraft in die Erstellung und Veröffentlichung von Produkten legen, oder doch auch Zeit in einen Blog investieren? Was sind Deine Erfahrungen nach einem Jahr, wie lautet Dein Fazit?
Das ist schwierig so pauschal zu beantworten, denn sicherlich muss man das Ganze individuell betrachten. Bei mir war es so, dass ich zwar schon am Anfang wusste, was ein Blog ist, dem Ganzen dann aber noch keine so große Bedeutung geschenkt hatte.
Heute muss ich sagen, dass ich meinen Blog nicht mehr missen möchte, denn er hat mir wirklich extrem viel gebracht: Hierbei denke ich weniger an neue Kunden und Interessenten oder an Geld, sondern an Türen, die sich dadurch geöffnet haben und neue Geschäftsfelder, die sich ergeben haben – fast alles davon hätte ich heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne den Blog nicht.
Dennoch bereue ich es keinesfalls, dass ich den Blog erst vor gut einem Jahr gestartet hatte, denn die Jahre zuvor konnte ich mir einen gewissen Background aufbauen und erarbeiten, der mir später dann extrem geholfen hat, meinen Blog so hervorragend aus den Startlöschern bekommen zu können!
Ein entscheidender Vorteil dabei war sicher, dass ich eine Liste hatte, durch die ich den Blog vom Start an „puschen“ konnte, denn das ist die größte Schwierigkeit, die man als neuer Blogger immer hat:
Zu Beginn schreibt man zwangsläufig quasi ausschließlich für sich selbst, denn keiner liest mit und das kann Einsteiger sehr schnell demotivieren und zum Aufgeben bringen. Das war bei mir aufgrund meines Backgrounds nicht so – es waren sofort Leser da.
Zum Thema Blogs anderer Internetmarketer: Also ich möchte ganz sicher niemandem diktieren, wie er seinen Blog zu führen hat, wie oft er posten soll oder auf was genau er seinen persönlichen Fokus legen soll.
Aber mir ist natürlich auch schon aufgefallen, dass einige Marketer nur deshalb einen Blog zu haben scheinen, weil es eben gerade „hipp“ ist, einen eigenen Blog zu haben. In vielen Blogs erscheint in der Tat gefühlt alle Schaltjahre mal ein neuer Beitrag und dann ist das auch noch eine reine Produktempfehlung.
Das ist zum Beispiel nicht das, was ich unter einem Blog verstehe. Ich sehe in Blogs vielmehr die Möglichkeit, eine Kommunikations-Schnittstelle zwischen Blogger (Internetmarketer) und Interessenten bzw. Kunden zu bieten, seine eigenen Sichtweisen darzulegen und zu informieren.
Mehrwert für den Leser steht bei mir an aller höchster Stelle und so liest man auf meinem Blog – bis auf wenige Ausnahmen – keine „Verkaufs-Artikel“.
Was die Anzahl an neuen Postings betrifft: Natürlich poste auch ich nicht jeden Tag. Ich habe höchsten Respekt vor Bloggern, die das (oft auch mehrmals täglich) schaffen.
Aber in aller Regel sind das Menschen, die sonst auch nichts machen und somit wirklich ihre gesamte Energie und Zeit auf ihren Blog konzentrieren können.
Das ist bei mir einfach nicht möglich, denn neben der Erstellung und Promotion eigener Infoprodukte, bin ich auch als Texter diverser informativer und „lehrender“ Infoprodukte, Emailkurse usw. für Dritte tätig und habe einfach nicht die Zeit, täglich neue Beiträge zu veröffentlichen.
Eine gewisse Anzahl an neuen Postings pro Woche sollte man aber dennoch einhalten. Wer mit einem Blog wirklich ernstzunehmendes Geld verdienen möchte, der kommt nicht drum herum, mindestens alle 3-4 Tage neu zu posten.
Ein sog. „Feierabend-Blogger“, der sich seinem Blog nicht wirklich professionell widmen kann und sonst keine anderen Projekte führt, der kann damit auch kein Geld verdienen.
Und nochmal: Ich verurteile niemanden, der seinen Fokus auf andere Felder verlagert und daher nur sehr selten bloggt, das ist jedem seins und das ist auch ok. Ich lege nur meine persönliche Sichtweise dar.
Du legst meiner Meinung nach sehr großen Wert auf Seriosität, Offenheit und Authentizität und vertrittst auch gegenüber Kollegen konsequent Deine Meinung. Was macht für Dich den optimalen Internet-Marketer aus? Welche Eigenschaften sollte man als Einsteiger unbedingt besitzen?
Hmm… was ist schon ein optimaler Internetmarketer? Ich denke, den gibt es nicht, denn man kann es niemals jedem rechtmachen.
Und wer möchte schon gezielt unseriös sein und arbeiten. Ich denke, es ist natürlich Ziel eines jeden Internetmarketers, möglichst seriös rüberzukommen und jeder (auch der normale Nutzer) definiert Seriosität in seinen Augen immer ein wenig anders.
Ich für meinen Teil definiere Seriosität in unserem Bereich vor allem im Mehrwert für den Leser und Kunden. Und gerade im Marketing-Bereich gibt es einige Dinge, die ich auch als weitergebender Internetmarketer der Geld verdienen Branche alles andere als in Ordnung finde.
Dabei geht es mir ganz besonders um die übertriebenen Hype-Launches, das Nichteinhalten von Verknappungen usw. – doch darüber hatte ich mich in der Vergangenheit ja schon oft in meinem Blog geäußert.
Natürlich launche auch ich meine Produkte – führe diese also bei Neuerscheinung in einer gezielten Kampagne ein – und natürlich begrenze ich dabei auch den Zeitraum für einen Preisnachlass usw.
Und selbstverständlich bedeutet Marketing auch das Arbeiten mit gewissen „Tricks und Kniffen“ – aber wenn sowas auszuarten droht, dann ist das aus meiner Sicht nicht mehr seriös und erst recht nicht dann, wenn es darin mündet, dass der Kunde regelrecht veralbert wird.
Es wird immer gerne damit gerechtfertigt, dass das ja schließlich alles funktioniert und dass gerade diese Hype-Launches die einzige Möglichkeit seien, wirklich sehr viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen…
Als Internetmarketer muss ich hier zustimmen: Ja, das ist absolut korrekt. Die Frage, die sich mir hier aber stellt ist die: Wer sagt denn, dass in kurzer Zeit sehr viel Geld verdient werden MUSS? Um jeden Preis!? Heiligt wirklich jeder Zweck die Mittel? Ich glaube nicht…
Das ist der wohl prägnanteste Standpunkt, den ich gegenüber Kollegen vertrete. Einige verstehen es nicht und „ignorieren“ mich seither – doch sehr, sehr viele verstehen, um was es mir dabei geht und mit diesen arbeite ich auch weiterhin sehr gerne zusammen.
Denn schließlich hat das nichts damit zu tun, auch beispielweise Produkte von Kollegen zu promoten, das tue ich nach wie vor.
In einem Deiner Interviews sagst Du, dass Kunden sich einen offenen Ansprechpartner wünschen, der Unterstützung und Hilfe auch nach einem Kauf bietet und die Kunden nicht im Stich lässt. Ist das nicht selbstverständlich?
Ob das selbstverständlich ist, weiß ich nicht. Ich befürchte eher, dass es nicht so ist. Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich mich wirklich immer bemühe, dass genau das zumindest bei mir selbstverständlich ist!
Auch hier gilt natürlich, dass man es nie allen rechtmachen kann, aber damit muss man leben. Aber ich versuche immer weiterzuhelfen, vor dem Kauf, nach dem Kauf – auch, wenn jemand noch nie was bei mir gekauft hat. Und sei es nur deshalb, dass der Nutzer mich im Hinterkopf behält und dann bin ich mir sicher: Irgendwann wird auch er kaufen.
Wenn man in der Google-Suche „Alexander Boos“ eingibt, erscheint als eine der Ergänzungen „Betrug“. Das hat einen sehr einfachen Grund. Doch das Internet-Marketing-Business wird ja immer recht schnell mit den Begriffen Betrug, Scharlatanerie, Geld-Abzocke usw. in Verbindung gebracht. Wie gehst Du selbst mit diesem Thema um?
*lach* – also heutzutage steht ja fast bei allem, was man bei Google eintippt, automatisch bei den Suchvorschlägen immer ein ergänzendes „Betrug“ dabei.
Der Name „Alexander Boos“ ist im Internet doch häufiger zu finden, als ich es gedacht hätte. Und umso stolzer bin ich natürlich, dass ich hierbei mit meinen Projekten und Profilen fast ausschließlich die erste Seite belege.
Der Zusatz „Betrug“ hat in meinem Fall aber einen ganz anderen Hintergrund: Es gibt einen Alexander Boos, der vor einiger Zeit wohl einmal ein Buch geschrieben hatte, mit dem Titel „Betrug“! Und dann ist es kein Wunder, dass danach auch vermehrt gesucht wird – und wenn man das einfach mal eingibt, dann findet man natürlich auch exakt diesen Autor und sein Buch.
Alle Suchergebnisse beschäftigen sich hier mit diesem Buch, außer – zumindest zum Zeitpunkt, als ich dies hier schreibe – der erste (!) Beitrag. Dieser ist eine ältere Pressemitteilung von mir, die einen Fall von Lead-Betrug vor über einem Jahr beschreibt.
Eine Aussage von Dir hat mich ein wenig nachdenklich gemacht. Du sagst, man muss hinter dem, was man tut, zu 100% stehen (können) und darf sich niemals von Dritten negativ beeinflussen lassen. In einem Deiner letzten Artikel interviewst Du Joschka Budach, dessen persönliche Art sehr kontrovers diskutiert wird und der dafür einige negative Berichte und Kommentare einstecken musste. Wie kann man gerade am Anfang sicher sein, auf dem richtigen Weg zu sein? Gerade Kritiker, Neider und sonstige Trolle verstehen es sehr gut, Zweifel zu säen. Was ist Dein Ratschlag in solchen Situationen?
Das ist richtig. Gerade zu Beginn neigt jeder Mensch dazu, sich von negativen Stimmen – sei es Neid, oder nicht – beeinflussen zu lassen. Man denkt dann automatisch drüber nach, ob das was man tut wirklich so schlecht ist und ob der „Kritiker“ vielleicht doch recht haben könnte.
Auch wenn es sehr schwer ist zu Beginn, so sollte man versuchen, diese Negativ-Stimmen auszublenden. Konstruktive Kritik sollte man jedoch immer beherzigen, diese kann einen durchaus vor Anfängerfehlern bewahren.
Aber es ist auch schwer, wirklich konstruktive Kritiker von denen zu unterscheiden, die in der Tat nur im Sinn haben, einem sein Tun und Handeln „madig“ zu machen. Meist von Menschen, die einem nicht gönnen, dass man auf dem Weg ist, sich was wirklich Tolles aufzubauen.
Mit der Zeit lernt man das jedoch und man kann sehr gut einordnen, wer jetzt wirklich nur draufhauen will und wer es ernst meint mit seiner Kritik, weil er helfen möchte.
Mit dem Satz, dass man zu 100% hinter dem stehen sollte, was man tut, meinte ich aber vielmehr, dass man selbst überzeugt sein muss vom dem, was man sagt, schreibt, erzählt und tut. Denn wenn dem so ist, dann haben auch Neider keine Angriffsfläche – oder zumindest eine sehr viel geringere.
Natürlich hatte auch ich – wie jeder der anfängt – zu Beginn mit solchen Dingen zu kämpfen. Doch diese Stimmen wurden immer weniger und leiser und heute gibt es sie kaum noch.
Sicher werden solche Kritiker, Neider und Miesmacher nie ganz verstummen, das ist ganz normal. Die Frage ist hier eher, ob man das überhaupt will und ob es einen nicht sogar noch stärker macht!?
Also mal ganz ehrlich – und das soll jetzt überhaupt nicht überheblich o.ä. klingen – aber: Welchen Grund sollte ich heute ernsthaft noch haben, mein Business in Frage zu stellen, weil eine einzige Person meint, mit dem was ich tue, „nicht einverstanden“ zu sein?
Was ich damit sagen will: Man sollte gerade am Anfang auf die Zähne beißen, nicht aufgeben und sich – so schwer es auch sein mag – nicht durch negative Stimmen beeinflussen lassen. Diese Stimmen werden mit steigendem Erfolg immer weniger werden…
Das bringt mich auch gleich zu meiner nächsten Frage. Was liebst Du an Deiner Arbeit als Internet-Marketer?
Also, diese Frage wird mir immer wieder gestellt und eigentlich kann ich darauf immer nur floskelhaft antworten, weil es einfach mal so ist: Freiheit, Freizeit, Unabhängigkeit – sowohl zeitlich, als auch finanziell.
Natürlich ist es ein gewisser Weg dorthin, aber mit Willen und Durchhaltevermögen kann das jeder schaffen!
Am meisten gefällt mir aber einfach, dass ich mein eigener Chef bin. Ja, ich weiß, auch eine Floskel in diesem Bereich. Aber ist nun mal so: Wenn ich als Angestellter an einem Projekt arbeite, dann weiß ich zwar, dass ich dafür mein festes Gehalt bekomme – je nach Branche vielleicht auch eine erfolgsabhängige Bonus-Zahlung – aber im Endeffekt arbeite ich doch immer für den Chef, für das Unternehmen, in dem ich arbeite und nicht für mich selbst.
Als selbstständiger Internetmarketer trage ich zwar das volle Risiko alleine, weiß aber auch, dass ich alles was ich tue, zu 100% für mich mache. Arbeite ich schlecht, muss ich mir ankreiden, wenn das Projekt ein Flopp ist.
Weil ich aber weiß, dass bei entsprechend engagierter Arbeit und ein daraus resultierendes erfolgreiches Projekt, auch ein positiver Zustand komplett auf mich zurückzuführen ist, motiviert das besonders.
Es gibt, so glaube ich, nichts Schöneres hierbei, als ein Projekt umzusetzen und zu wissen, die Arbeit die du hier für dich selbst machst, lohnt sich und wird sich für dich auch doppelt und dreifach auszahlen.
Ich habe gelesen, dass Du sehr viele Stammkunden hast, die immer wieder Deine Produkte kaufen. Was ist Dein Geheimnis?
Ich weiß nicht, ob man hier von Geheimnis sprechen kann. Fakt ist aber, dass es so ist. Ich denke, das lässt sich u.a. natürlich darauf zurückführen, dass meine Produkte (sehr) gut sind.
Ich beschränke mich auf nur sehr wenige Produkte, versuche dafür aber möglichst einen sehr hohen Mehrwert zu liefern. Es gibt ja Anbieter, die quasi aus jedem einzelnen Themenbereich des Internetmarketing ein eigenes Produkt machen und es verkaufen.
Das mag bei sehr komplexen Themen, wie beispielsweise Email-Marketing, Social Media usw. auch durchaus Sinn machen. Aber wenn man es übertreibt, dann bringt das keine Stammkunden.
Ich denke aber auch, dass ein sehr wichtiger Faktor der ist, dass ich zwar bei Einführungen zum Beispiel durchaus zeitlich verknappe (Einführungspreis), dass ich dieses „Versprechen“ jedoch immer einhalte.
Stammleser und Stammkunden wissen das und so kann man sich auf mich und meine Aussagen hier also immer verlassen. Wenn ich sage, an Tag X ist Schluss, dann ist das auch so.
Bei meinem kürzlich eingeführten 19-stündigen Online-Marketing Videokurs zum Beispiel war ein sehr großer Teil wieder Kunden, die bereits zuvor schon das ein oder andere Produkt bei mir gekauft hatten – das freut mich natürlich sehr und zeigt mir auch, dass das was ich tue nicht unbedingt schlecht ist – im Gegenteil.
Du hast in einem Interview erwähnt, dass Du Dich am Anfang an Dr. Oliver Pott orientiert hast. Nenne mir bitte 3 Personen, die Dich geprägt haben? Was bedeutet für Dich Erfolg und wo willst Du erfolgsmäßig hin?
Ja, auch das stimmt. Durch Oliver Pott kam ich damals am intensivsten zum Internetmarketing, aber nicht ausschließlich. Und was ich auch schon öfter erwähnt hatte: Kaum jemand würde das öffentlich zugeben!
Ich frage mich ehrlich gesagt warum. Denn schließlich muss man dadurch noch lange nicht alles toll finden, was er macht und kann seinen eigenen Weg gehen. Die Inhalte, die er – zumindest Anfängern – liefert, haben Hand und Fuß und salopp ausgedrückt muss man zugeben, dass er es einfach drauf hat.
Selbst jeder der ihn „hasst“, muss neidlos anerkennen, dass vor allem sein Marketing ganz, ganz großes Kino ist. Dennoch ist es sowieso immer wichtig, dass man seinen eigenen Weg geht, denn wenn man ewig versucht, jemanden zu kopieren, dann wird man keinen Erfolg haben, denn die Menschen merken das und man selbst wird dem auch niemals gerecht werden können.
Ganz unabhängig von Oliver Pott, hat jeder das Recht, von jedem zu lernen, auch wenn man nicht mit allem, was dieser tut einverstanden ist. Aber vor allem muss man sich zwingend selbst weiterentwickeln und auch seine eigene Persönlichkeit entwickeln.
Ich kann dir nicht einmal 1 Person nennen, die mich tatsächlich geprägt hat. Denn ich lerne generell immer gerne von jedem, der erfolgreich ist. Wenn ich irgendwo etwas mitnehmen kann, dann tue ich das – egal von wem, egal wie alt derjenige ist, egal ob Mann oder Frau. Wenn er oder sie gut und erfolgreich ist, dann überlege ich mir, wie ich genau das für mich individuell umsetzen kann.
Um es auf den Punkt zu bringen, mal ein etwas „übertriebenes“ Beispiel:
Wenn in der Wildnis Person A weiß, wie man Feuer macht, Person B weiß, wie man Wasser gewinnt und Person C weiß, wie man an Nahrung kommt, dann haben diese 3 die perfekten Voraussetzungen, um zu überleben.
Alleine jedoch wird wohl niemand von ihnen überleben. Wenn ich jetzt aber von A lerne, Feuer zu machen, von B, wie man Wasser gewinnt und von C, wie ich an Nahrung komme, dann kann ich notfalls auch alleine überleben.
Es ist wichtig, möglichst in einer Gruppe zu sein, doch im Notfall sollte man immer auch alleine auf das komplette Know-How dieser Gruppe zugreifen können.
Welche 3 Bücher würdest Du Anfängern im Internet-Marketing-Business empfehlen?
Es gibt so viele gute Bücher und es kommt immer auch individuell auf die Bedürfnisse an. Ich persönlich habe das Buch „Die Psychologie des Überzeugens“ von Robert B. Cialdini verschlungen, aber auch einige Rhetorik-Bücher sowie Bücher über „Emotionales Marketing“ usw.
Welche 3 Produkte würdest Du einem Anfängern raten zu kaufen, um richtig durchzustarten?
Ein Notebook, einen Internetanschluss und meinen 19-stündigen Videokurs (www.blaupanther.de/sbsvideokurs)
Nenne mir bitte die wichtigsten 3 Schritte, die man als Anfänger im Internet-Marketing machen sollte, um Startschwierigkeiten zu vermeiden.
- Sich selbst zu keiner Zeit zeitlich und finanziell unter Druck setzen!
- Sich realistische und erreichbare Ziele setzen, um sich zu motivieren!
- Durchhalten und niemals aufgeben – so floskelhaft es auch klingt!
Aber es gibt sehr viel mehr, mindestens 6 ganz wichtige und Entscheidende. Wenn du es mir erlaubst, könnte das den Lesern hier weiterhelfen:
http://www.geldverdienen-internetmarketing.de/2010/10/01/die-6-entscheidendsten-erfolgsbremsen-beim-start-ins-internet-business-und-warum-sie-verschmelzen
Kommen wir zu meiner letzten Frage: Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema in der Internet-Marketing-Branche sind die ständigen Launches und die Marketing-Strategien. Du selbst hast für Dein neuestes Produkt einen sehr ruhigen Verkaufsstart gewählt. Wie stehst Du persönlich zu den gesamten Launches und den oft auch zweifelhaften Strategien?
Ja, ich habe bei der Einführung meines 19-stündigen Online-Marketing Videokurses einen ruhigen Launch gewählt. Das rührt daher, dass ich diesen – wie immer – ganz alleine gemacht hatte.
Ich ging sogar so weit, dass ich den Kurs für Affiliate-Partner während der Einführung noch gar nicht freigegeben hatte.
Aber natürlich bin ich absolut für Affiliate-Marketing und das gegenseitige Unterstützen und deshalb kann man den Videokurs jetzt als Affiliate natürlich auch bewerben – zu 50% Provision, wie in der Branche üblich und auch mehr als fair.
Ich finde, wer mehr als 50% Provision auf seine Produkte gibt (das gibt es ja auch), der kann nicht wirklich hinter diesen stehen. Hier entsteht bei mir immer der Eindruck, dass der Anbieter sein Produkt mit aller Gewalt verramschen möchte, weil es sich so nicht verkauft!?
Zu den Hype-Launches an sich habe ich mich in der Vergangenheit nun schon genug geäußert und eigentlich möchte ich hier auch nicht mehr detailliert darauf eingehen.
Wichtig ist mit in diesem Zusammenhang immer zu betonen: Ich bin keinesfalls gegen Launches an sich – im Gegenteil – sondern nur gegen die Art und Wiese, wie diese teilweise durchgeführt werden.
Ich launche ja meine Produkte selbst – Launch bedeutet „Start“ oder auch „Einführung“ und wenn ein neues Produkt eingeführt wird, warum nicht?
Es geht mir hier einfach um die Art und Weise und darum, dass während solchen Hype-Launches meist eine Art „Krieg“ unter Kollegen herrscht, wer jetzt die meisten Provisionen erhaschen kann, durch übertriebene Boni und das Auffordern recht zweifelhafter Aktivitäten durch die Nutzer…
Das hat meiner Meinung nach nichts mit gegenseitigem Unterstützen zu tun, sondern das ist ein Machtkampf einiger Weniger und daher eigentlich das Gegenteil davon.
Wen meine genaue Einstellung dazu interessiert und um klarzumachen, dass ich nicht generell gegen Launches bin, hier mein ausführlicher Artikel dazu, der zwar schon fast so alt wie mein Blog ist, aber bis heute aktuell:
http://www.geldverdienen-internetmarketing.de/2010/10/19/vetternwirtschaft-im-internetmarketing-nervige-launches-gier-und-kundenschieberei
Als kleines Dankeschön für dieses ausführliche Interview möchte ich Dir die Gelegenheit bieten, hier Dein neuestes Produkt vorzustellen. Bitteschön!
Mein ganz neues und bisher größtes sowie umfangreichstes Produkt, ist mein 19-stündiger Online-Marketing Videokurs:
Der große Step-by-Step Online Marketing Videokurs zeigt Ihnen exakt und 1:1, wie Sie wirklich Schritt für Schritt und von Anfang an in nur 3 Tagen ein eigenes, professionelles Online-Business aufbauen und dieses zu einem großen Erfolg führen! In diesem bisher einzigartigen Videokurs mit 19 Stunden (!!) Videomaterial, zeige ich Ihnen Schritt für Schritt in insgesamt 11 Modulen und 36 Videos exakt, was Sie tun müssen, um sich ein erfolgreiches Internet-Business aufzubauen.
Der Videokurs holt Sie bei null ab, führt Sie dann schrittweise über die Erstellung einer professionellen Website, durch den Aufbau eines effektiven Marketing-Apparates (Listenaufbau, Traffic usw.) bis zur fundierten Nachhaltigkeit und dem Ausbau erweiterter Kanäle und Geschäftszweige für Ihr Internet-Business! Sie werden das Gefühl haben, dass ich neben Ihnen sitze und Sie dabei 1:1 bei Ihrem Aufbau begleite!
Dabei ist der Videokurs perfekt abgestimmt: Er ist in mehrere sinnvolle Teil-Videos innerhalb der einzelnen Module aufgeteilt. Die Videos bauen alle aufeinander auf, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Lektionen und dennoch können Sie beginnen wo Sie wollen.
Alle Infos zum großen Online-Marketing Videokurs:
http://www.blaupanther.de/sbsvideokurs
Lieber Alexander, vielen Dank für dieses interessante Interview. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Weitere Interviews zu Alexander Boos:
Thomas Heinlein interviewt Alexander Boos
Hartz5 Videoblog – Hermann Birthlos interviewt Alexander Boos
Alexander im Interview auf Markus-Jung.biz
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22/09/2011 @ 17:24
Hallo Günther
Ich werde doch nicht tatsächlich der Erste sein? (der kommentiert
) Schön, wenn man auch mal die seriösen Vertreter wie Alexander Boos zu Wort kommen lässt.
Zwar kenne ich seine Produkte nicht, dafür bietet er ähnlich wie Tobias Knoof einen Blog, in dem viel kostenloser Mehrwert geboten wird. Auch verzichtet Alexander auf die billigen Marketingtricks bzw hält zeitliche Verknappungen auch ein. Damit hebt er sich mal vom Großteil der Szene ab.
Aha, Oliver Pott also das Vorbild lach, jetzt verstehe ich endlich, welche Assoziationen “Blaupanther” immer in mir geweckt hat
Danke für das interessante Interview, Günther Egger, und weiter so! Dein Blog wird richtig gut!
Viele Grüße
Guido
22/09/2011 @ 18:01
Interessantes Interview, das sehr in die Tiefe geht. Alexander Boos kannte ich bisher noch nicht.
22/09/2011 @ 20:10
Alexander macht einen echten und ehrlichen Eindruck. Das gefällt mir.
22/09/2011 @ 20:53
hey, super interview. habe ja sogar mein namen entdeckt *freu*… der Alexander macht einen wirklich guten Job in der Szene und Ehrlichkeit währt am längsten. Schön durch dieses Intevriew ein wenig mehr von Alexander zu erfahren.
22/09/2011 @ 21:39
Ich schätze Alexander Boos insbesondere seiner Klarheit, Geradlinigkeit und Integrität wegen, die er in seinen Veröffentlichungen immer wieder zum Ausdruck bringt. Ich bekomme als Anfänger von ihm auch persönliche Unterstützung, nicht erst seit ich zu seinen Kunden zähle.
Danke für dieses Interview, lieber Günther.
Viele Grüße
Cathrin
23/09/2011 @ 18:12
Hallo Guido!
Herzlich willkommen auf diesem Blog und vielen Dank für Dein Kompliment!
Es werden auch noch einige interessante Interview-Partner folgen! *freu*
Der Mehrwert, den Alexander auf seinem Blog anbietet, ist wirklich sehr beachtlich und er steht auch zu dem, was er sagt.
Ich kenne natürlich Deine Meinung zum Thema “reißerisches Marketing, Tricks und Seriosität” und gehe in vielen Punkten mit Dir konform.
Seriöses, professionelles Internet-Marketing wird sich über kurz oder lang immer mehr durchsetzen. Es gibt schon jetzt sehr viele Internet-Marketer, die an sich selbst einen gewissen Anspruch stellen und professionell arbeiten. Dies wird sich in nächster Zeit noch viel mehr verstärken!
Liebe Grüße!
Günther
23/09/2011 @ 18:13
Hallo Joschka!
Auch an Dich ein herzliches Willkommen auf diesem Blog!
Ja, Dein Name taucht in letzter Zeit im Internet-Marketing immer mehr auf.
Auch im Interview mit Hanshans wird Dein Name fallen. Habe nur noch nicht die Antworten erhalten.
Liebe Grüße!
Günther
23/09/2011 @ 18:13
Hallo Cathrin!
Von Alexander kann man wirklich sehr viel lernen. Du hast Dir ja auch sehr gute Lehrmeister ausgesucht! Man spürt das schon auf Deinem Blog. Super!
Liebe Grüße!
Günther
Pingback: Alexander Boos Betrug – Ein Buch, eine Suche, ein Name… – und ein Interview mit Günther Egger » Interviews
17/10/2011 @ 21:28
Hallo Günther,
sehr interessantes Interview. Was Alexander sagt, ist im Grunde ziemlich richtig. Gerade die Seriösität ist natürlich immer so ein Punkt, welcher insbesondere in dieser Branche/Nische schnell mal “unter die Räder” kommt.
Beste Grüße
Tom